
| Ortsbeiratswahl Lahnbahnhof |
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Ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie konstatierte die Fraktionsvorsitzende der CDU Gudrun Schmidt bei einem Teil der Mitglieder des neu gewählten Ortsbeirates in Leun-Lahnbahnhof. Zur Vorgeschichte: In Leun-Lahnbahnhof traten zur Kommunalwahl keine Parteien an, sondern eine Bürgerliste. Auf dieser Bürgerliste hat unser junges Mitglied Jonas Bördner kandidiert und durch einen engagierten Wahlkampf aus dem Stand 52 % der Wählerstimmen erreicht. Die beiden anderen Kandidaten, beide schon lange Jahre im Ortsbeirat vertreten erreichten nur ein sehr bescheidenes Ergebnis, der bisherige Ortsvorsteher knapp 15 % der jetzt Gewählte sogar nur peinliche 12,69 % Anstatt jetzt aber dieses Ergebnis als den Willen der Bürger im Lahnbahnhof zu akzeptieren und in der Wahl des Ortsvorstehers entsprechend umzusetzen, haben die beiden unterlegenen Kandidaten sich gegenseitig gewählt -will heißen die Wahlverlierer stellen sowohl den Ortsvorsteher als auch den Stellvertreter. Ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie bei den Herren… Die peinliche Krönung des Ganzen lieferte aber der neu gewählte Ortsvorsteher in einer sich an die Wahl anschließenden Diskussion ab. Auf die Vorhaltung, der Wählerwille sei ja doch wohl ein anderer gewesen stellte er ganz trocken fest, es wisse ja doch wohl jeder wie in Lahnbahnhof gewählt werde und wie Stimmen geholt würden. Auf Nachfrage hin verwies er auf die Bewohner des Parksanatoriums – man wisse ja Bescheid. Dieser Ausspruch ist absolut unannehmbar, auch wenn er sich später dafür entschuldigt hat. Dieser Ausspruch des Herrn Lublow diffamiert die Bewohner des Parksanatoriums auf unerträgliche Weise, darüber hinaus ist er eine Beleidigung für Jonas Bördner, dem er damit ja nichts geringeres unterstellt als unkorrekte Stimmwerbung. Für die CDU-Fraktion hat in der Stadtverordnetenversammlung Albert Pantle noch einmal deutlich Position bezogen und das Verhalten als das bezeichnet was es war - deutlich unter der Gürtellinie, ehrverletzend und beleidigend sowohl gegenüber den Bewohnern des Parksanatoriums wie auch unserem Mitglied gegenüber. Und- so Pantle weiter, wenn das neue Diskriminierungsgesetz bereits in Kraft gewesen wäre, dann wäre auch hier ein Tatbestand gegenüber den Bewohnern des Parksanatoriums vermutlich erfüllt. Die CDU-Fraktion hat in der Stadtverordnetenversammlung Stadtverordnetenvorsteher und Magistrat aufgefordert, den Vorgang bei der Kommunalaufsicht des Kreises prüfen zu lassen um festzustellen, ob rechtliche Konsequenzen möglich sind, denn ein solches Verhalten darf eigentlich nicht ungestraft bleiben. Darüber hinaus hält die CDU einen Rücktritt des Herrn Lublow als Ortsvorsteher und ein Niederlegen des Mandats für dass einzig richtige Verhalten. Ein Ortsvorsteher, der sich gegenüber den Bewohnern seines Ortsteils in einer solch unanständigen Art und Weise im Ton vergreift ist politisch nicht tragbar und sollte, wenn er über ein Minimum an politischem Anstand verfügt, selbst zurücktreten |